DAS ZITAT

»Wer ohne Tabak lebt, ist nicht würdig zu leben.«

(Bertrand Russell)

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Die Lufttrocknung des Tabaks

Schon bei 20 Pflanzen im Garten fällt jeder Ernte-Durchgang recht üppig aus. Dann werden bei jedem Durchgang 40-60 Blätter zum Trocknen geerntet. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Am besten, sie werden der Sorte und Größe nach sortiert, jeweils 15-20 Blätter werden entweder am Blattstiel mit dickem Garn aufgespießt oder zusammengeknotet. Die Blätter hängen dann im Abstand von einigen Zentimetern an einer Schnur. Fünf Zentimeter sollten es schon sein, je größer der Abstand desto besser - es hängt vom vorhandenen Platz ab.

Zum Aufspießen geht man folgendermaßen vor: Zwei bis drei Meter Garn werden abgeschnitten und in eine möglichst große Nadel gefädelt. Mit dieser sticht man dann durch die dickste Stelle des Blattstiels parallel zur Blattfläche, also nicht senkrecht dazu. Die Blätter können auch etwas schräg aufgespießt sein, das fördert später den Luftzug durch die aufgehängten Blätter. Alternativ knotet man die Blätter einfach auf. Der Garn sollte recht dick sein, da dünne Fäden nach einigen Tagen mit dem feuchten Blattstiel reißen können. Er lässt sich auch besser handhaben als Faden.

Auf diese Weise werden jeweils 15-20 Blätter im Abstand von 5-10 cm aufgespießt oder geknüpft, so dass sie sich beim Aufhängen kaum berühren. Wenn sie das tun, können Schimmelstellen entstehen, wenn die Blätter nicht zugig aufgehängt sind. Der Garn mit den Blättern wird dann zwischen zwei Balken aufgehängt.

Wie auch immer aufgehängt wird: Wichtig ist nur, dass die Blätter langsam über mehrere Monate trocknen können und nicht austrocknen. Die Stelle zum Aufhängen sollte daher schattig und möglichst zugig sein. Eine Durchfahrt oder eine luftige Scheune ist also besser geeignet als der Dachboden, in dem die Luft steht. Man kann mit handwerklichem Geschick auch einen Verschlag bauen, so dass die Blätter draußen hängen und nur von einer Dachplatte vor Regen geschützt werden. Er kann seitlich offen sein oder mit Brettern vernagelt werden, wobei jedes zweite Brett weggelassen werden sollte, damit die Luft durchziehen kann.

Spätestens bei der Verarbeitung will man wissen, welche Sorte und welcher Blattstand (obere/untere Blätter) wo hängen. Ein kleines Protokoll ist daher nützlich, man kann auch kleine Erinnerungszettel mit auf die Schnur spießen. Die Sorte und der grobe Blattstand reichen aus, die Fachbezeichnungen dafür sind:

Bei Orientsorten hingegen sind die obersten Blätter die aromenreichsten, sie werden vollständig geerntet.

Für Zigaretten- und Pfeifentabak sind die unteren Blätter die mildesten und die oberen die herbesten. Bei Mischungen sollten alle Blattstände berücksichtigt werden, je nach Geschmack also untere, mittlere und obere Blattstände. Mehr obere Blätter führen zu stärkerem Tabak.

Die Blätter bleiben nun einige Wochen zum Trocknen hängen. Wenn es zugig und die Luft manchmal feucht ist, wird die Tabakqualität besser, je länger getrocknet wird. Wenn es zu trocken wird, hilft ein ab und zu mit aufgehängtes feuchtes Handtuch.

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